TigerWorld

Vorführungszeiten :

Von Montag 04.09.17 bis Sonntag 01.10.17 :

  • Samstag und Sonntag : von 1 bis 3 Tigershow pro Tag je nach Bedarf
  • An den anderen Tagen / An Wochentagen : 1 Tigershow um 15:30 Uhr
  • Am 30. September : 1 Tigershow um 14:30 Uhr

Von Montag 02.10.17 bis Sonntag 05.11.17 :

  • Samstag und Sonntag : von 1 bis 3 Tigershow pro Tag je nach Bedarf
  • An den anderen Tagen / An Wochentagen : 1 Tigershow um 15:00 Uhr

Im Eintrittspreis des Zoos inbegriffen.
Keine Reservierungen möglich

Es finden am Tag 1 bis 3 Vorführungen statt, je nach Nachfrage. Die Vorführungszeiten werden jeden Morgen an der Kasse am Zooeingang sowie im Zoo selbst ausgehangen.

Nach zweijähriger Bauphase, notwendigen Vorbereitungen und der Dressur der Tiger eröffnet am 11. April 2015 der Zoo von Amnéville seine sensationelle Neuheit: „TIGERWORLD“ Eine umwerfende Show, in einem fantastischen Rahmen, umgeben von wunderschönen Kulissen, gespickt mit Spezialeffekten und unterstützt durch digitale Projektionstechnik. Es wird eine Würdigung der weltweit schönsten Tiere, welche heute vom Aussterben bedroht sind.

Die Initiatoren und Hauptakteure dieses Projekts

Rémy FLACHAIRE. Die Besucher des Zoos von Amnéville kennen ihn bereits; sie konnten ihn 5 Jahre lang als reitenden Falkner bewundern. Nachdem er Pferde und Adler dressiert hat, hat Rémy beschlossen sich den Raubtieren zu widmen, die ihn schon immer fasziniert haben. Nach mehreren Praktikas und 15 monatigem Training mit den Tigern zeigt sich das Talent von Rémy; mit nur 26 Jahren gehört er zu den jüngsten Dompteuren von heute.

Michel LOUIS hat seine Berufung als Zoologe bereits im Alter von 4 Jahren bei einem Besuch der Tiershow eines großen Zirkus entdeckt. Er ist der geschäftführende Direktor des Zoos von Amnéville, den er im Jahr 1986 gegründet hat und mittlerweile zu den Referenzen im Europäischen Raum gehört. Von Raubtieren begeistert, interessierte er sich bereits während seiner Jugend für die Dressur von Tigern und Löwen. Er erfüllt sich heute seinen Traum, in dem er in den Käfig zurückkehrt.

TIGERWORLD : eine weltweit einzigartige Show

Der Saal kommt einem vor wie eine riesige Höhle, in der sich ein Khmer-Tempel befindet, im Herzen des Dschungels: ein Durchmesser von 53 Metern, 2000 einzelne Sitzplätze mit Lehne, ungehinderte Sicht, im Winter beheizt : im Sommer gekühlt. Man betritt den Saal in dem man durch eine mit Höhlenmalereien verzierte Prähistorische Höhle schreitet, unter Wasserfällen hindurch, welche von einem 16 Meter hohem Felsen entspringen.
Die Show beginnt mit einem Lehrfilm, welcher auf einem 43 Meter großem Bildschirm ausgestrahlt wird. Danach verstummt die Stimme des Erzählers, ein einzelner Mann zwischen 9 Bengalischen Tigern (7 klassische Tiger, 2 weiße Tiger) erscheint: eine wunderschöne Dressurvorstellung, welche die Schönheit und Beweglichkeit der Tiger hervorhebt. Einige Dressureinlagen, welche nur selten mit Tigern ausgeführt wurden, demonstrieren eine wahrhafte Verbundenheit mit dem Dompteur.
Es wurde großer technischer und künstlerischer Aufwand für diese Show betrieben. Niemand hat bisher eine solch große Gruppe von Tigern inmitten einer solch grandiosen Kulisse, in eine „Welt“ integriert, in der sich Poesie mit der Gewalt entfesselnder Elemente vermischt. Tigerworld lässt uns von einer Welt träumen, in der der Mensch mit den Raubtieren und den Naturgewalten kommuniziert, anstatt diese Artenvielfalt zu zerstören.

Ein “vier Sterne” Gehege für die Raubtiere

Ausserhalb der Shows und Trainingseinheiten besitzt jeder Tiger eine großzügige Loge im Gebäude, welche gut belüftet wird und stets eine Temperatur von +10C° hat, selbst bei sehr kalten Aussentemperaturen. Die Tiger verbringen tagsüber mehrere Stunden in Aussengehegen, die jeweils 600 m2 groß sind und über Anhöhen und Schwimmbäder verfügen. Nach jeder Show, können sich die Zuschauer die Aussengehegen der Tiger anschauen.
In Zoos leben die Tiere in Sicherheit und bekommen reichlich gesunde Nahrung; sie sind vor schlechtem Wetter geschützt, geimpft und werden bei Krankheit gepflegt. Dieses umsorgte Leben ermöglicht ihnen besser und länger zu Leben als in der Wildnis. Um zu vermeiden, dass sich die Tiere aufgrund mangelnder Beschäftigung langweilen, werden in den Zoos Aufgaben und Herausforderungen realisiert, in dem Nahrung versteckt wird, das Spielen gefördert oder temporär das Gehege umgestaltet wird. Die Dressur durch den Menschen beschäftigt und motiviert die Tiere. Das ist für die Psyche der Tiere und ihr Wohlbefinden eine der besten “Bereicherungen”.

Unsere Dressurmethoden (von Michel Louis)

Drei unserer Tiger sind im Zoo von Amnéville geboren und wurden von Rémy mit der Flasche aufgezogen. Die anderen, alle im Zoo oder im Zirkus geboren, sind im Alter von 3 bis 12 Monaten zu uns gekommen. Bevor man mit einer Dressur beginnt,muss zu jedem Tiger Vertrauen aufgebaut werden. Man spricht viel mit ihnen, denn die Stimme des Dompteurs gibt ihnen Sicherheit und sie lernen ihm zur vertrauen. Obwohl sie so stark sind, sind die Tiger sehr ängstlich. Sie müssen davon überzeugt werden, dass ihnen in Anwesenheit des Dompteurs nichts zustoßen kann.
Die “Dressur” an sich kann frühestens dann beginnen, wenn das Tier mindestens 1 Jahr alt ist. Man benötigt dafür viel Zeit, Geduld und Liebe. Überstürztheit und vor allem Brutalität den Tigern gegenüber sind selbstverständlich ausgeschlossen. Kein Tiger kann durch Brutalität dressiert werden, denn in diesem Fall wird der Tiger zu einer tickenden Zeitbombe : er hat ein hervorragendes Gedächtnis und ist sehr nachtragend!! Wir haben die Tiger mithilfe eines Meisters in dieser Disziplin; Herrn William VOS dressiert. Ohne Zwänge, sondern gemeinsam und ganz sanft. Die Tiger haben eine andere Sichtweise als wir daher müssen wir uns ihnen anpassen, nicht sie uns.
Der Dompteur hält einen Bambusstock in der Hand. Er dient zum Führen der Tiere und zur Übergabe von Belohnungen, inklusive der Einhaltung eines Sicherheitsabstands. Er zieht die Aufmerksamkeit der Tiere auf sich und verdeutlicht welche Richtung eingehalten werden muss. Die Peitsche und die Gerte werden nicht zum Schlagen des Tieres verwendet. Sondern vielmehr zum Herholen, Beschränken und Führen. Um den Raubtieren verständlich zu machen was man möchte benutzt man die Stimme sowie Gestik oder auch kleine Rindfleischstücke die sie in die richtige Richtung lenken und danach als Belohnung dienen. Dies bedeutet auch, dass die Tiere immer nüchtern zum Training und zur Show kommen. Jeden Abend bekommen die Tiere ihre Futterration, ganz gleich ob man tagsüber mit dem Tier zufrieden war oder nicht. Wenn ein Tiger nicht versteht, was man von ihm verlangt, so muss man das Training stets mit einem positiven Gefühl für das Tier beenden und am es am Folgetag abermals versuchen.
Diese Umsicht ist eine unverzichtbare Eigenschaft für einen Raubtierdompteur, denn selbst ein dressierter Tiger bleibt ein gefährliches Raubtier mit äußerst schnellen Reflexen. Selbst das anhänglichste Tier, welches einen körperlichen Kontakt zu seinem Dompteur zulässt, kann zur tödlichen Gefahr werden, wenn es seine Kraft und die “Waffen” welche seine Zähne und seine Krallen sind, vergisst. Raubtiere sind keine Haustiere!

Eine erzieherische Rolle

Mit TIGERWORLD möchten Rémy und Michel die Besucher für die Schönheit sowie das ökologische Drama, welches das Aussterben dieser Tiere bedeuten würde, sensibilisieren. Sie möchten den Tiger als Symbol nutzen um die Besucher über die Artenvielfalt, den Handel und die Zerstörung ihres natürlichen Umfelds zu informieren. Diese Themen werden überall präsent sein, andere pädagogische Bereiche werden sich mit der Biologie des Tigers und dessen Erhalt beschäftigen. Ein Abenteuer-Parcours für Kinder wird sie auf eine Reise zum Prähistorischen Säbelzahntiger entführen. Ein Film erklärt ihnen die Dressurmethoden.

Großer Aufwand zum Schutz des Tigers.

Unter allen europäischen Zoos, engagiert sich der Zoo von Amnéville am Stärksten für den Erhalt der Artenvielfalt. Es werden jedes Jahr 500.000 € gespendet um 2 Dutzend Kampagnen weltweit zu unterstützen. Der Zoo von Amnéville finanziert 4 Kampagnen zum Schutz des Tigers: das Reservat von „Suklapanta“(im Südwesten von Nepal), das von Arunachal Pradesh (im Nordwesten Indiens), den National Park Sundarbans in Bangladesch und in Vietnam. Ein Minimum von 110.000 € wird jedes Jahr auf diese verschiedenen Kampagnen verteilt, was den Zoo von Amnéville zum weltweit größten finanziellen Unterstützer des Tigerschutzprogramms macht. Diese Aktion wird vom Verein „Awely“, der die verschiedenen Kampagnen vor Ort betreut und sie mit den jeweiligen Partner aus den verschiedenen Ländern verwaltet, unterstützt.