Zoo d'Amneville - Animaux - Fourmilier
fourmilier 3

RIESEN-AMEISENBÄR

Myrmecophaga tridactyla

Ordnung : Pilosa

Familie : Myrmecophagidae

Gattung : Myrmecophaga

Gewicht

15 - 40 kg

Größe

150 - 200 cm

Ernährungsweise

Insekten

Lebensraum

Regenwälder Mittel- und Südamerikas

Tragzeit

6 Monate

Lebenserwartung

20-25 Jahre

statut vu

LEBENSRAUM UND ERNÄHRUNG

Große Ameisenbären kommen von Honduras in Mittelamerika bis zur Region Gran Chaco in Bolivien vor und leben im Regenwald oder Trockenwald, in Savannen und Graslandschaften. Diese Tiere sind perfekt gebaut, um sich von Ameisen zu ernähren, die eine ergiebige Nahrungsquelle sind. Die schmale Zunge des Ameisenbären wird etwa 60 cm lang und hat die Form einer Spaghetti. Dieses erstaunliche Werkzeug hat winzige, nach hinten gerichtete Stacheln sowie einen Überzug aus klebrigem Speichel, der bei der Nahrungsaufnahme unterstützt. Seiner feinen Nase folgend stöbert der Große Ameisenbär einen Ameisenbau auf und gräbt ihn rasch mit seinen scharfen, langen Klauen aus. Danach dringt er mit seiner langen Zunge in den Bau vor und sammelt die Arbeiterinnen mithilfe seines klebrigen Speichels ein.

WAS IST EIN GROßER AMEISENBÄR?

Der Große Ameisenbär ist eine aus Südamerika stammende Art von Ameisenbär. Er verdankt seine Bekanntheit einem Aussehen, das der besten Science-Fiction-Filme würdig wäre. Aber dieser Körperbau ist das Resultat einer effizienten Evolution in Anpassung an eine sehr spezielle ökologische Nische. Er ernährt sich, wer hätte es geahnt, hauptsächlich von Ameisen und die scheinbar endlose, gebogene Schnauze erlaubt es dem Ameisenbär, Insektenbauten bis in die Tiefe hinein zu durchstöbern. Zusätzlich ist er mit einer Zunge derselben Länge ausgestattet, an deren klebriger Oberfläche seine Beute haften bleibt.

Diese Tierart ist einzigartig darin, sich ausschließlich von Ameisen, aber auch von Termiten und Marienkäfern zu ernähren. Als Leckermaul bekannt, verspeist dieses Säugetier bis zu 30.000 Ameisen am Tag!

Mit Klauen an den Vorderpfoten, welche fast 10 cm lang sind, kann der Ameisenbär mühelos Holz aufkratzen, um die sich darin befindlichen Insekten freizulegen. Die Krallen dienen ihm außerdem zum Schutz gegen seine Fressfeinde. 

Der Große Ameisenbär bricht Termitenbauten mit seinen krallenbewehrten Vorderpfoten auf und sammelt seine Beute mit der Zunge ein. Diese misst gut und gerne 60 cm, wenn sie ganz ausgestreckt ist, und ist mit kleinen Stacheln besetzt und von klebrigem Speichel umhüllt. Die Termiten müssen im Anschluss ihren Bau eben nur wieder reparieren. 

Wenn er auch keine Zähne und nur einen sehr kleinen Mund hat, so besitzt der Große Ameisenbär doch eine Zunge, welche bis zu 60 cm lang werden kann. Zusätzlich ist diese mit einer Schicht klebrigen Speichels überzogen, welche es ihm erlaubt, die Insekten einzufangen, welche das Pech hatten, sich in seiner Reichweite zu befinden.

Die natürlichen Feinde des großen Ameisenbären sind Jaguare und Pumas. Darüber hinaus ist sein Lebensraum mehr und mehr von Waldbränden bedroht, welche durch die Häufung von Zuckerrohrplantagen häufiger werden. 

Seine Ernährungsweise bringt es mit sich, dass der Große Ameisenbär regelmäßig von Armeen kleiner tropischer Insekten überrannt wird, deren Bisse heftige Schmerzen hervorrufen können. Sein dichtes und dickes Fell schützt ihn vor diesen Angreifern. Außerdem ist er mit mächtigen Klauen gegen größere Feinde ausgestattet. Diese Waffe erlaubt es ihm unter anderem den gefährlichsten Jäger Südamerikas in Schach zu halten, den Jaguar.