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Giraffe

Giraffa camelopardalis

Ordnung : Cetartiodactyla

Familie : Giraffidae

Gattung : Giraffa

Größe

800 - 1900 kg

Gewicht

4,5 - 6 m

Ernährungsweise

Blätter

Lebensraum

Savanne, wald

Tragzeit

15-16 Monate

Lebenserwartung

10-15 Jahre

Ein ungewöhnliches Tier

Die Giraffe ist das höchste Landtier der Welt. Ihr Kopf, der ganz oben auf einem überdimensionierten Hals sitzt, macht ein Herz von über 11 kg Gewicht nötig, um das Blut bis zum Gehirn zu pumpen. Die Giraffe verbringt den größten Teil ihrer Zeit damit, Blätter zu verspeisen, die nur sie erreichen kann. Ihre blaue Zunge kann bis zu 50 cm lang werden. Die blaue Färbung ruft noch heute viele Fragen hervor, aber die wahrscheinlichsten Hypothesen sind, dass dieses Blau die Giraffe vor Sonnenbrand und/oder der Giftigkeit der Akazien schützt.

In den Trockensavannen und waldigen bis offenen Regionen beheimatet, frisst die Giraffe Akazienblätter und das Laub von wilden Aprikosenbäumen, aber auch Sprösslinge, Früchte und andere Pflanzen. Die Kombination aus ihrer langen Zunge, Hals, Kopf und Vorderbeinen erlaubt es ihr, in luftiger Höhe ihr Futter zu suchen. Dazu zieht sie mit ihrer Zunge einen Zweig an ihren Mund, um dann ihren Kopf zurückzuziehen und mit den Zähnen die Blätter abzureißen. 

Giraffen zeichnen sich durch ihre großen Augen und Ohren aus, ihren zu den Hinterbeinen hin abfallenden Rücken, ihre Stelzenbeine, die in schweren Hufen enden, sowie ihren feinen Schwanz, der in einem langen schwarzen Fellbüschel endet, um Fliegen zu verscheuchen. Die Hörner sind bei den Männchen ausgeprägter als bei den Weibchen. Die Giraffe nimmt ihre Nahrung vorwiegend morgens und abends ein. Sie ruht sich wie die meisten Huftiere im Stehen aus und verbringt die heißen Mittagsstunden mit dem Wiederkäuen. 

Die Weibchen paaren sich mit den dominanten Männchen, die untereinander “Hals an Hals” gekämpft haben, um ihre Position zu klären. Zwischen jungen Männchen oder Neuankömmlingen sind es mehr Paraden als Kämpfe. Der Gewinner verleiht seinem Sieg Nachdruck, indem er den Verlierer besteigt. 

Nach einer Tragzeit von 440 bis 457 Tagen bringt das Weibchen ein Kalb zur Welt (selten auch zwei). Dieses Neugeborene wiegt 50 kg und ist fast 2 m groß. Für 10 bis 30 Tage hält die Mutter es von den anderen fern; das Absetzen von der Muttermilch geschieht im Alter von 13 Monaten.

Der lange Hals erlaubt es der Giraffe, Nahrungsquellen zu nutzen, die für alle anderen Landtiere unerreichbar sind. Auf diese Art kann die Giraffe sich von unberührten Akazienzweigen ernähren.

Die Giraffe frisst hauptsächlich die Blätter der Akazie und der Mimosen. 

Es gibt keine offizielle wissenschaftliche Erklärung für die blaue Zunge der Giraffe. Dennoch gibt es Hypothesen laut denen diese Färbung die Giraffe vor Sonnenbrand auf der Zunge schütze oder vor der Giftigkeit der Akazienblätter.

Eine Giraffe wiegt zwischen 800 und 1900 kg bei einer Höhe von 4,5 bis 6 m.

Ihre schiere Größe zwingt die Giraffe, die Beine zum Trinken weit zu spreizen oder sich sogar hinzuknien. Wenn sie aufrecht steht, pumpt das Herz mit hohem Druck, um das Blut bis in den Schädel zu transportieren; wenn sie aber den Kopf zum Trinken senkt, verhindert eine Reihe von Klappen in derselben Richtung eine Beschädigung des Gehirns. Sie trinkt alle zwei bis fünf Tage.

Die Giraffe kann Höchstgeschwindigkeiten von 60 km/h erreichen.

Alles andere als ein Langschläfer, erholt sich die Giraffe mit Mini-Schläfchen über den Tag und die Nacht verteilt, sodass sie insgesamt etwa 4 Stunden am Tag ruht. In freier Wildbahn schlafen Giraffen im Stehen, bei uns im Zoo d’Amnéville allerdings im Liegen. Tatsächlich brauchen sie zu lange zum Aufstehen, was beim plötzlichen Auftauchen von Raubtieren einen erheblichen Nachteil darstellen würde. 

Die Giraffe ist ein Tier, das volle Wunder steckt. Hier noch einige weitere ihrer Eigenheiten: 

  • Ihr geflecktes Fell bietet ihr trotz ihrer größe eine erstaunlich gute Deckung 
  • Die Geschlechtsreife wird mit 4 bis 5 Jahren erreicht. 
  • Die Giraffe lebt in Herden von 10 bis 20 Tieren. Männchen sind weniger gesellig als Weibchen.
  • Die Kämpfe zwischen Männchen werden nebeneinander mit kräftigen Kopfstößen ausgetragen. 
  • Ihre immense und klebrige Zunge von 50 cm Länge erlaubt es der Giraffe, Zweige zu sich heranzuziehen. 
  • Die Höcker auf ihrem Kopf bestehen aus Knochen und nicht aus Kreatin. 
  • Giraffen laufen im Passgang, d.h. beide Beine einer Körperseite werden gleichzeitig bewegt. 
  • Ihr langer Schwanz dient dazu, Fliegen und andere Insekten von ihrem Rücken zu verscheuchen. 



Seit einigen Jahren haben moderne DNA-Analyse-Verfahren es ermöglicht, die Giraffen in 9 Unterarten zu gliedern. Der Zoo d’Amnéville beherbergt eine der am stärksten gefährdeten Unterarten: die Rothschildgiraffe. Ihre Wildpopulation wird auf 1400 Tiere geschätzt. Die 9 Unterarten sind an ihrem Fell unterscheidbar, welches unterschiedliche Zeichnungen und Farben trägt (größere oder kleinere Flecken von hellerer oder dunklerer Farbe), aber auch an ihrer Ernährung.

Les otaries de Californie ne se trouvent généralement pas à plus de 15 kilomètres du littoral du Pacifique. Elles se rassemblent généralement sur des îles et des rivages éloignés lorsqu’elles ne sont pas dans l’océan. Nombre d’entre elles se sont habituées à la présence humaine et s’échouent sur les structures artificielles, telles que les jetées et les bouées.

Hier eine Liste der 9 auf der Welt verzeichneten Unterarten:

  • Angolensis : die Angola-Giraffe ist in Namibia, Botswana und Zimbabwe zu finden. 
  • Antiquorum : die Kordofan-Giraffe lebt in der Demokratischen Republik Kongo, im Norden Kameruns, in der Zentralafrikanischen Republik und im Südsudan.
  • Camelopardalis : die Nubische Giraffe ist in Äthiopien und im Südsudan zuhause. 
  • Peralta : die Westafrikanische Giraffe lebt im Niger.
  • Reticulata : die Netzgiraffe ist in Kenia, Somalia und Äthiopien zu finden.
  • Rothschildi : die Rothschildgiraffe lebt in Kenia und in Uganda.
  • Thornicrofti : die Thornicroft-Giraffe kommt in Sambia vor. 
  • Tippelskirchi : die Massai-Giraffe lebt in Kenia und in Tansania.
  • Giraffa : die Kapgiraffe findet sich in Mosambik, in Simbabwe, Botswana und selbstverständlich in Südafrika.

Wie beschrieben sind die 9 Giraffen-Unterarten an ihrem Fell zu unterscheiden. Die Netzgiraffe hat eckige, dunkelbraune Flecken, welche durch helle Linien in ein Netz geteilt werden. Andere Unterarten haben unregelmäßige Flecken, von hellbraun bis schwarz, welche von mehr oder weniger breiten hellen Streifen unterteilt werden. Die Fellzeichnung einer Giraffe ändert sich im Laufe ihres Lebens nicht und hilft den Giraffen so, sich untereinander wiederzuerkennen, wenn auch die Farbintensität je nach Saison und Gesundheitszustand eines Tieres schwanken kann. 

Die Tragzeit ist lange und beginnt in der Regenzeit. Das Weibchen bringt ein einziges Junges von etwa 50 kg zur Welt. Nach einigen Wochen kommen die Jungtiere gemeinsam in einen Hort, in dem die Mütter abwechselnd auf die Jungen aufpassen. Ohne diesen Schutz würde sich ein Muttertier nie mehr als 25 Meter von ihrem Kleinen entfernen. 

Giraffen werden von Löwen, Leoparden und Hyänen gejagt. 

Der Wildbestand an Giraffen nimmt seit Jahrzehnten kontinuierlich ab. Dies erklärt sich durch den Verlust ihres Lebensraums, welcher in Anbaufläche verwandelt wird, aber auch durch den Bürgerkrieg, der in manchen afrikanischen Ländern tobt. Schließlich stellt auch die Wilderei eine beachtliche Gefahr dar, da die Giraffenjagd in manchen Ländern sogar erlaubt ist. 

Giraffen erscheinen uns nahezu stumm, da sie kein für den Menschen hörbares Geräusch produzieren (Infraschall). Sie können allerdings Pfeifen und Rufe ausstoßen, wenn Gefahr droht, um den Rest der Herde zu warnen. 



Vorkommen

In der Subsahara und im Osten Afrikas: vom Tschad über Äthiopien bis Südafrika.