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Flusspferde

Hippopotamus amphibius

Ordnung : Cetartiodactyla

Familie : Flusspferde

Gattung : Hippopotamus

Gewicht

1200 - 3500 kg

Größe

280 - 450 cm

Ernährungsweise

Pflanzenfresser

Lebensraum

Savanne, Grasland, Seen und Flüsse

Tragzeit

8 - 10 Monate

Lebenserwartung

30 - 40 Jahre

statut en danger

EINE REGENSCHIRM-ART

Tierarten, welche von Biologen als “Regenschirm-Arten” betrachtet werden, sind extrem wichtig für das Ökosystem, in welchem sie leben. Die Bezeichnung bedeutet, dass die Lebensweise dieser Tierarten sich direkt auf das Leben vieler anderer Arten auswirkt. Indem die Flusspferde beispielsweise an Land grasen und sich im Wasser erleichtern, stellen sie den Nährstoffkreislauf zwischen festem Boden und Wasserwelt sicher. Ohne sie fänden die Fische nicht ausreichend Nahrung und ein Verknappung der Fischbestände zöge einen Nahrungsmangel für viele Raubtiere nach sich, welche sich vom Fischfang ernähren, einschließlich des Menschen.

WAS IST EIN FLUSSPFERD?

Das Flusspferd ist das drittgrößte Landtier. Mit einem Gewicht, das bei kräftig gebauten Männchen beinahe dreieinhalb Tonnen erreichen kann und einem wenig grazilen Gang kann das Flusspferd einen in die Irre führen. In Wahrheit ist es im Wasser sehr agil und kann an Land Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h erreichen. In Kombination mit einer ungezügelten Aggressivität machen diese Fähigkeiten es zu einem der tödlichsten Tiere Afrikas. 

Trotz seiner Korpulenz schwimmt das Flusspferd mit Leichtigkeit. Zu Land läuft es erstaunlich schnell. Als wahrhaft amphibisches Säugetier ist seine äußere Hautschicht (Epidermis) zart und trocknet schnell aus. Sie ist empfindlich gegenüber Insektenstichen. Trotz der Sekrete, welche Drüsen in der Haut stetig abgeben, wird diese schnell rissig, wenn sie nicht regelmäßig angefeuchtet wird, im Wasser oder Schlamm. Die innere Hautschicht ist mit ihren 3,5 cm Dicke bemerkenswert widerstandsfähig. Flusspferde grasen vor allem nachts. Das dominante Männchen pflanzt sich mit den Weibchen in seinem Territorium fort. Ein einziges Junges kommt nach 8 Monaten Tragezeit zur Welt, welches die Mutter mit Hingabe verteidigt. Das Flusspferd hat keine natürlichen Feinde abgesehen von Raubkatzen und Hyänen. Es greift Menschen an, wenn es sich bedroht fühlt.

Das Gewicht eines Flusspferdes schwankt zwischen 1,2 und 3,5 Tonnen. 

Trotz dieses Gewichtes ist das Flusspferd erschreckend schnell. Es kann problemlos 30 km/h schnell rennen mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 40 km/h. Das macht es zu einem gefährlichen Tier, genau genommen zu demjenigen, das in Afrika für die meisten Tode verantwortlich ist, 200 bis 300 im Jahr. Er ist ausschließlich herbivor, legt aber ein ausgeprägtes Territorialverhalten an den Tag und es gibt wenig Chancen, ihm zu entkommen.

Flusspferde leben in Afrika in der Subsahara, der Großteil von ihnen im östlichen Teil des Kontinents. Diese wasserliebende Säugetier ist in der Savanne in Seen und Flüssen beheimatet.

Das Flusspferd ist ein Pflanzenfresser und ernährt sich dementsprechend von Gräsern, Pflanzen oder Algen, welche es im Wasser findet. Tatsächlich verbringen Flusspferde den größten Teil des Tages im Wasser, um nachts aus dem Flussbett zu steigen und vier bis fünf Stunden am Stück Gras zu fressen.

Während der Trockenzeit suchen die Flusspferde aktiv nach Weideflächen. Sie ändern zeitweise ihre Gewohnheiten, halten sich in anderen Gewässern auf und weiten ihre Weideflächen aus. In dieser Jahreszeit bilden sich an manchen Wasserstellen große Ansammlungen von Tieren.

Ihre zarte Haut verträgt die Sonne nur schlecht, deshalb sondern Flusspferde ein Sekret ab, welches als Sonnenschutz und Antiseptikum gegen bestimmte Krankheitserreger fungiert. Die rostrote Farbe des Sekrets hat früher zu der irrigen Annahme geführt, Flusspferde würden Blut schwitzen. Mit Klappen können sie sowohl die Ohren als auch die Nasenlöcher verschließen, sodass kein Wasser eindringen kann, während sie unter Wasser sind und sind so völlig an ihre Lebensweise angepasst. Sie haben sogar ein paar durchsichtige Lider, um ihre Augen unter Wasser zu schützen.

Den Menschen nur selten angreifend, bleibt das Flusspferd doch eine Tierart, die ihr Territorium erbittert verteidigt. Das ist der Grund, warum es manchmal angreift, wenn sein Gebiet von Unbekannten betreten wird. Hinzu kommt sein massiges Gewicht und seine Laufgeschwindigkeit von bis zu 30 Stundenkilometern sowie die mächtigen Kiefer, welche sich bis zu 180° öffnen lassen und aus ihm eines der furchteinflößendsten Säugetiere machen. Das Flusspferd wird aus guten Gründen als tödlichstes Tier Afrikas betrachtet, da es jedes Jahr 200 bis 300 Tode verursacht.

Wenn ihre Population auch als stabil angesehen wird, sind die Flusspferde doch wachsenden Gefahren ausgesetzt, welche hauptsächlich auf den Menschen zurückzuführen sind. Das Steigen der globalen Temperatur sowie die Konstruktion von Staudämmen legen die Wasserstellen trocken, welche für diese Tiere lebenswichtig sind. Außerdem bestehen ihre Zähne ebenso aus Elfenbein wie die Stoßzähne der Elefanten, ein Material, welches auf dem Schwarzmarkt nach wie vor für hohe Preise gehandelt wird. Daher werden sie gejagt und getötet.

Flusspferde leben in einem Harem, das heißt ein Männchen mit mehreren Weibchen in einer Gruppe, meist 20 bis 30 Tiere. Das Weibchen bringt sein Junges im Wasser zur Welt und säugt es auch dort, um dem Neugeborenen das Luftanhalten beizubringen

Nasenlöcher, Augen und Ohren befinden sich beim Flusspferd ganz oben auf dem Kopf. Auf dieses Art kann es seine Umgebung noch im Blick behalten, wenn es fast ganz im Wasser ruht. Nasenlöcher und Ohren schließen sich allerdings unter Wasser.