Was ist ein Afrikanischer Elefant?
Der Afrikanische Elefant ist das größte landlebende Säugetier der Welt!
Die Weibchen messen zwischen 2,2 und 2,6 Metern Höhe und wiegen zwischen 2.000 und 3.500 Kilogramm. Die Männchen hingegen messen zwischen 3,2 und 4 Metern Höhe und wiegen zwischen 4.500 und 6.100 Kilogramm.
Es scheint, dass das bisher größte angetroffene Männchen mehr als 10.800 Kilogramm wog! Das auffälligste Merkmal ist mit Sicherheit der Rüssel. Dieses Organ ist die Verschmelzung der Oberlippe mit der Nase und enthält keine Knochen. Er kann zwei Meter lang werden und mehr als 100 Kilogramm wiegen. Studien legen nahe, dass der Rüssel aus 100.000 bis 150.000 Muskeln besteht. Zum Vergleich: Der menschliche Körper enthält insgesamt nur 639 Muskeln! Dadurch ist der Rüssel sehr beweglich und ermöglicht dem Elefanten, seine Umgebung zu greifen. An seinem Ende befinden sich übrigens zwei kleine „Finger“, mit denen er kleine Dinge fassen kann. Er ist in der Lage, ein Blatt sanft zu greifen oder auch einen Stamm mehrere Meter weit zu schleudern. Der Rüssel dient außerdem der Atmung, insbesondere dem Geruchssinn, und wird verwendet, um Nahrung oder Wasser zu speichern – bis zu 15 Liter! Mit zahlreichen Vibrissen ausgestattet ertastet der Elefant seine Umgebung. Auch an seiner Unterlippe hat er viele Vibrissen, mit denen er leicht seinen Mund ertasten kann, der für ihn selbst völlig unsichtbar ist.
Die Beine sind rund, und die inneren Zehen sind nicht erkennbar. Nur die Nägel sind sichtbar.
Der massige Kopf hat zwei große, sehr dünne und gut durchblutete Ohren, die die Regulierung der Körpertemperatur ermöglichen. Die Wärme des Blutes verdunstet während seines Weges durch das Ohr, sodass kühleres Blut in den Körper zurückfließt.
Seine Stoßzähne sind in Wirklichkeit wachsende Zähne, es handelt sich um ihre Schneidezähne! Sie können bei den größten Exemplaren eine Länge von 3,50 m erreichen und jeweils über 100 Kilogramm wiegen! Manche alte Exemplare haben sogar Stoßzähne, die den Boden berühren – in diesem Fall spricht man von einem „Big Tusker“, abgeleitet vom englischen Wort „tusk“, das Stoßzahn bedeutet. Unter Einbeziehung der Stoßzähne hat der Elefant jeweils nur 6 Zähne: 2 Stoßzähne und 4 (Prä-)Molaren. Die (Prä-)Molaren werden im Laufe des Lebens sechs Mal erneuert; sobald ein Zahn abgenutzt ist, rückt der nächste nach und ersetzt ihn. Nach dem sechsten Wechsel gibt es keinen weiteren Zahn als Ersatz. Die ersten drei durchbrechenden Zähne sind die Prämolaren, gefolgt von den letzten drei Molaren. Insgesamt hat ein Individuum im Lauf seines Lebens also 24 (Prä-)Molaren.
Dieser Dickhäuter besitzt eine bis zu 3 Zentimeter dicke, grau gefärbte Haut. Die Haut ist überwiegend rau und faltig, aber an empfindlichen Stellen wie an den Gelenken am Bauch gibt es glatte Bereiche. Haare sind selten, jedoch entlang des Rückens, am Schwanzansatz, um die Augen, um das Maul und am Rüssel zu finden.
Neuere Studien haben gezeigt, dass die Haut des Afrikanischen Elefanten nicht eben ist, sondern aus zahlreichen Papillen und tiefen Rissen besteht. Diese Risse sind für das Überleben des Elefanten entscheidend, da sie 5 bis 10 Mal mehr Wasser speichern können, als es bei glatter Haut möglich wäre. Dieses Wasser verdunstet langsam unter Nutzung der Körperwärme. Dadurch wird eine Überhitzung des Organismus verhindert.
Studien haben gezeigt, dass die Haut der Asiatischen Elefanten im Gegensatz dazu nicht aus tiefen Rissen besteht. Das könnte daran liegen, dass sie in weniger heißen und feuchteren Regionen leben, in denen eine Temperaturregulierung durch Verdunstung nicht möglich ist.





