Der Allosaurus gehört zu den ersten entdeckten Fossilien, aber auch zu denen, von denen am meisten Fossilien gefunden wurden.
Sein Name stammt aus dem Griechischen: allos für „anders“ und sauros, was „Echsen“ bedeutet. Zur Zeit seiner Entdeckung war er der einzige Dinosaurier mit unterschiedlich geformten Wirbeln.
Durch seine Gestalt eines großen zweibeinigen Raubtiers wird er oft mit dem Tyrannosaurus rex verwechselt. Bei genauerem Hinsehen stellt man jedoch schnell fest, dass diese beiden Dinosaurier sehr unterschiedlich sind.
Allosaurus hatte einen massiven Körper, sein langer, waagerecht gehaltener Schwanz diente als Balancierstange. Er war kleiner, weniger massig und daher schneller als der T-Rex, was ihn zu einem ausgezeichneten Jäger machte. Seine muskulösen Hinterbeine ermöglichten ihm, mit mehr als 30 km/h zu laufen. Mit riesigen Kiefern, bestückt mit spitzen, gezackten Zähnen wie ein Messer, zerriss er leicht das Fleisch seiner Beute. Außerdem verhinderten die nach hinten gebogenen Zähne, dass die Beute seinem Griff entkommen konnte. Er gilt als einer der größten Raubtiere des Jura.
Trotz eines großen Schädels geht man davon aus, dass die Beißkraft des Allosaurus schwächer war als die eines Krokodils oder eines Löwen. Um diesen Nachteil auszugleichen, öffnete er sein Maul weit, bis zu 90 Grad, und nutzte den Oberkiefer wie eine Keule, um seine Zähne mit Gewalt in den Körper seiner Beute zu schlagen und das Fleisch zu zerreißen. Bei seinen Jagden lösten sich viele Zähne oder blieben in seinem Opfer stecken, aber sie wurden schnell ersetzt, und das sein ganzes Leben lang.