Der Orang-Utan ist in den Regenwäldern Indonesiens endemisch. Es sind drei Arten beschrieben: der Sumatra-Orang-Utan, der Borneo-Orang-Utan und der Tapanuli-Orang-Utan, der erst 2017 entdeckt wurde. Als Baumbewohner verbringt er die meiste Zeit in den Bäumen auf der Suche nach Nahrung: Blüten, Blätter, Insekten, Rinde und Früchte. Diese Tiere spielen eine wichtige Rolle bei der Verbreitung von Samen. Er gehört wie wir zur Gruppe der Menschenaffen. Wir teilen übrigens mehr als 96 % unseres genetischen Erbes. Das Jungtier bleibt bis zu seinem 8. bis 9. Lebensjahr bei der Mutter, um sich alle Kenntnisse anzueignen, die es zum Überleben braucht. Es gibt einen starken Geschlechtsdimorphismus: Das Männchen ist fülliger und hat ein dickeres Fell, das wie die Mähne eines Löwen als Rüstung dient. Mit etwa 15 Jahren bekommt es eine Gesichtsmaske und einen Kehlkopfsack, wenn es in die Pubertät kommt.