Madoqua kirkii

Dikdik

Ordnung: Artiodactyla / Familie: Bovidae / Gattung: Madoqua

Was ist ein Dikdik?

Das Kirk-Dikdik ist eine der kleinsten Antilopenarten der Welt und misst nur 40 cm an der Schulter. Sie ist zwischen 50 und 60 cm lang und kann je nach Individuum zwischen 3 und 6 kg wiegen. Wie alle Antilopen gehört sie zur Familie der Hornträger (Bovidae), genauso wie unsere Hausrinder.

Es gibt vier Dikdik-Arten. Das Kirk-Dikdik zeichnet sich durch sein rot-graues Fell, einen weißen Augenring, große Augen mit einer sichtbaren Drüse, mit der es sein Revier mit Pheromonen markiert, sowie durch einen Haarbusch am Kopf aus. Bei dieser Art ist der Geschlechtsunterschied sehr einfach erkennbar: Das Männchen trägt Hörner auf dem Kopf, das Weibchen hingegen nicht.

Dikdiks besitzen auch eine verlängerte Schnauze mit einem kleinen Rüssel, der zur Temperaturregulierung dient. Da das Dikdik durch seine stark durchblutete Schnauze atmet, wird die Wärme aus dem Körper verstärkt abgegeben. Dadurch kehrt kühleres Blut in den Körper zurück. So wird die Körpertemperatur gesenkt. Dieses Prinzip der Temperaturregulierung findet man auch bei Elefanten, jedoch mit ihren Ohren.

Gewicht

3–6 kg

Lebensraum

Trockener Busch, felsige Täler, manchmal Savanne

Ernährung

Pflanzenfresser

Trächtigkeit

5–6 Monate

Lebenserwartung

17–18 Jahre

Lebenserwartung

12-17 Jahre

Standort

Namibia, Tansania, Angola, Kenia
Häufig gestellte Fragen

Was frisst er?

Es handelt sich um Pflanzenfresser, die sich hauptsächlich von Blättern von Bäumen und Sträuchern ernähren. Sie können auch Gräser und andere Kräuter fressen, die sie finden. Im Zoo fressen sie ebenfalls Obst und Gemüse. Trotz ihrer geringen Größe fressen Dikdiks oft und in sehr großen Mengen. Das lässt sich dadurch erklären, dass sie nicht in der Lage sind, alle Nährstoffe aus ihrer Nahrung richtig aufzunehmen. Deshalb verzehren sie vor allem leicht verdauliche und faserarme Pflanzen. Sie brauchen kein spezielles Wasserloch, da sie ihren Wasserbedarf allein über die aufgenommene Nahrung decken können.

Wo lebt das Dikdik?

Dieses kleine Säugetier ist in zwei unterschiedlichen Regionen Afrikas zu finden. Im Osten des Kontinents, in Somalia, Kenia und Tansania sowie im Südwesten des Kontinents, in Angola und Namibia. Der Kirk-Dikdik lebt in eher trockenen, buschigen Lebensräumen sowie in lichten Wäldern und felsigen Tälern.

Verhalten

Von Natur aus unauffällig, haben diese Tiere als einzige Verteidigung ihre geringe Körpergröße, die es ihnen ermöglicht, sich geschickt unter den stacheligen Büschen der Savanne, in der sie leben, zu verstecken. Es handelt sich um dämmerungs- und teilweise nachtaktive Tiere, da sie sich auf der Suche nach Nahrung meist zu den kühlsten Zeiten des Tages, bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang, bewegen.

Im Falle einer Gefahr bleibt das Dikdik zunächst regungslos und legt sich hin, um mit seiner Umgebung zu verschmelzen. In manchen Fällen kann es Lautäußerungen von sich geben, um seine Artgenossen vor der Gefahr zu warnen. Sein Schrei ist so schrill, dass er an das Pfeifen eines Vogels erinnert. Besteht die Bedrohung weiterhin und fühlt sich das Dikdik zu sehr gefährdet, flieht es im Zickzack, um den Fressfeind zu verwirren. Trotz seiner geringen Größe ist es in der Lage, mit einer Geschwindigkeit von etwa 40 km/h zu laufen.

Fortpflanzungsstrategie

Bezüglich der Fortpflanzung bilden diese Tiere treue Paare, die sehr territorial sind. Das Männchen und das Weibchen markieren die Grenzen ihres Territoriums, indem sie kleine Kotanhäufungen auf dem Boden ablegen. Das Weibchen ist etwa 170 Tage trächtig und bringt ein einziges Junges zur Welt, das zwischen 560 und 795 Gramm wiegt. Es wird 6 Wochen lang gesäugt und dann mit etwa 7 Monaten aus dem elterlichen Territorium vertrieben, um sich ein eigenes Lebensgebiet zu suchen. Die Geschlechtsreife wird bei den beiden Geschlechtern nicht zur gleichen Zeit erreicht; die Weibchen erreichen sie im Alter von etwa 6 Monaten, die Männchen hingegen erst mit 12 Monaten.

Bei den Kirk-Dikdiks beträgt die Überlebensrate der Kitze etwa 50%.

In Gefangenschaft können sie durchschnittlich 17 Jahre alt werden.

Wer sind seine Fressfeinde?

Die Hauptfeinde der Dikdiks in freier Wildbahn sind Raubkatzen (Karakal, Löwen, Leoparden usw.), einige große Reptilien wie der Seba-Python sowie einige Greifvögel oder sogar Paviane.

Wodurch ist er bedroht?

Vom Menschen ausgehende Gefahren für das Dikdik sind die Ausbreitung des Menschen, die den natürlichen Lebensraum dieses Tieres durch Anbauflächen ersetzt. Ebenso wird das Dikdik wegen seines Fleisches oder auch wegen seiner Haut gejagt, zum Beispiel zur Herstellung von Gegenständen wie Handschuhen. Trotz dieser verschiedenen Bedrohungen gilt das Dikdik nicht als vom Aussterben bedrohte Art; es wird von der IUCN sogar als wenig gefährdet eingestuft.

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