Was ist ein Tamarin?
Der Kaiserschnurrbarttamarin gehört zur Familie der Krallenaffen (Callitricidae), zu der alle Arten von Marmosetten und Tamarinen zählen.
Alle diese Arten haben Gemeinsamkeiten: Zunächst haben sie im Gegensatz zu anderen Primaten an allen Fingern außer dem großen Zeh Krallen statt Nägel. Außerdem besitzen sie nur zwei Backenzähne, anstatt drei, auf jeder Seite des Kiefers.
Der Kaiserschnurrbarttamarin ist sicher die am leichtesten zu erkennende Tamarinenart. Dieser kleine Affe misst zwischen 23 und 26 cm und wiegt 400 bis 550 Gramm. Sein Fell ist am Kopf dunkel und am Körper braun-grau, mit einem rotbraunen Hinterteil und Schwanz. Letzterer kann eine Länge von 35 bis 42 cm erreichen. Schließlich besitzt er einen langen, auffälligen weißen Schnurrbart, der auf beiden Seiten seines Gesichts herabhängt. Der schweizerische Zoologe Goeldi benannte ihn nach dem deutschen Kaiser Wilhelm II. Die beiden Unterarten des Kaiserschnurrbarttamarins unterscheiden sich übrigens an der Größe des Schnurrbarts, wobei einer feiner und kürzer ist.
Im Gegensatz zu anderen südamerikanischen Säugetierarten ist sein Schwanz nicht greiffähig. Das bedeutet, dass er sich damit nicht an Ästen festhalten kann. Trotzdem ist er sehr nützlich, da er ihm als Balancierstange dient, um sein Gleichgewicht zu halten, wenn er von Ast zu Ast springt.





