Compsognathus ist ein kleiner, zweibeiniger Dinosaurier, schnell und wendig mit langen Hintergliedmaßen und einem langen Schwanz, der als Balancier diente. Er gehört zu den kleinsten je entdeckten Dinosauriern. Seine kürzeren Vordergliedmaßen waren mit drei Fingern ausgestattet, die lange Krallen trugen, von denen eine deutlich länger als die anderen war. Letztere diente vermutlich dazu, bestimmte Beutetiere zu töten. Er jagte kleine Wirbeltiere wie kleine Säugetiere, Eidechsen oder auch Insekten.
Eine Studie hat die Laufgeschwindigkeit des Compsognathus auf etwa 64 km/h geschätzt, was ihn zu einem der schnellsten zweibeinigen Dinosaurier macht, die je existierten.
Es wurde die Hypothese aufgestellt, dass diese Art sich in Gruppen bewegte und jagte, um ihre Erfolgschancen zu erhöhen. Doch bislang wurden nur zwei Exemplare dieses Dinosauriers entdeckt, in Deutschland und in Frankreich. Es ist also bis heute unmöglich, dies mit Sicherheit zu bestätigen.
Sein Name bedeutet „eleganter Kiefer“ und hebt seine geringe Größe hervor, die die feine und zarte Struktur seiner Kiefer beschreibt.
Der Compsognathus gehört zur Unterordnung der Theropoden, die aus Dinosauriern besteht, die auf ihren beiden Hinterbeinen stehen. Diese Gruppe gilt als nahe verwandt mit den heutigen Vögeln, die unseren Planeten bevölkern. Es wurde bewiesen, dass einige der Nachfahren der Vögel wahrscheinlich kleine Theropoden waren, wie zum Beispiel der Compsognathus. Man nimmt auch an, dass seine Haut mit einer Art Flaum bedeckt war.
Bei der Entdeckung von Compsognathus-Fossilien stellt man eine Krümmung des Halses und des Schwanzes fest, die nach dem Tod des Tieres eintritt. Die Körperhaltung soll auf den Verlust der Elastizität eines Bandes zurückzuführen sein, das alle Wirbel verbindet.