Was ist eine Giraffe?
Mit einer Größe von bis zu 6 Metern ist die Giraffe das größte landlebende Säugetier der Welt. Nur die Männchen erreichen diese Rekordwerte, da die kleineren Weibchen fast nie 5 Meter überschreiten. Die Schultern erreichen eine Höhe von 3,3 Metern! Die Silhouette der Giraffe ist einzigartig: Sie hat vier lange, schlanke Beine von etwa 1,80 Metern und einen langen Hals von 2,4 Metern, der aus sieben 30 Zentimeter langen Halswirbeln besteht. Daher wiegen Männchen maximal nur 1.900 Kilogramm und Weibchen 1.180 Kilogramm.
Bei der Geburt misst das kleine Giraffenkalb bereits 2 Meter und wiegt 50 Kilogramm.
Giraffen besitzen ein einzigartiges, geflecktes Fell, das bei jedem Individuum unterschiedlich ist. Das Fell ist cremeweiß bis orangegelb und weist Muster auf, deren Farben von braun-orange bis schwarz auf dem Rücken variieren. Diese Muster unterscheiden sich von Individuum zu Individuum und ermöglichen eine bessere Tarnung. Der Bauch ist meist weißlich und fleckenlos.
Jede Giraffenart hat unterschiedliche Flecken – daran kann man sie unterscheiden. Diese Muster helfen auch, die Körpertemperatur zu regulieren, und zwar dank der zahlreichen Blutgefäße unter jeder einzelnen Stelle.
Der Schwanz ist zwischen 75 und 100 Zentimeter lang und endet in einem sehr dichten Haarbüschel, der verwendet wird, um Insekten zu vertreiben.
Auf dem massiven Kopf befinden sich die Ossicone, knochenartige, kegelförmige Strukturen, die von Haut und Haar bedeckt sind. Sowohl Männchen als auch Weibchen besitzen sie, jedoch sind die der Männchen wesentlich stärker ausgeprägt. Im Laufe des Lebens der Männchen sorgen Kalziumablagerungen für das Wachstum der Ossicone.
Die Zunge ist blau gefärbt und misst zwischen 45 und 55 Zentimeter Länge. Die Giraffe besitzt auch das im Verhältnis zum Körpergewicht größte Herz im Tierreich: Es kann bis zu 11 kg wiegen. Dank dieses Herzens wird das Blut problemlos bis zum Kopf gepumpt. Dieses große Herz pumpt 60 Liter Blut pro Minute! Zum Vergleich: Das menschliche Herz pumpt nur 5 Liter pro Minute.
Die Lungen einer Giraffe fassen bis zu 55 Liter Luft! Im Vergleich dazu fassen die menschlichen Lungen nur 3 oder 4 Liter.
Wo lebt die Giraffe?
Historisch war die Giraffe auf dem größten Teil des afrikanischen Kontinents verbreitet. Heutzutage ist sie in vielen Regionen verschwunden und bewohnt nur noch zersplitterte Gebiete. Sie kommt vom Niger im Westen bis nach Somalia im Osten und bis nach Südafrika vor.
Sie lebt in vielen Lebensräumen wie Trockengebieten, Grasländern, baum- oder buschbestandenen Savannen sowie lichten Wäldern südlich der Sahara. Sie suchen hauptsächlich Lebensräume mit Akazien.
Genetische Forschungen der Giraffe Conservation Foundation haben ergeben, dass es 4 Giraffenarten und 7 Unterarten gibt:
- Massai-Giraffe (Giraffa tippelskirchi)
-
- Luangwa-Giraffe (G.t. thornicrofti)
- Massai-Giraffe (G.t. tippelskirchi)
- Nördliche Giraffe (Giraffa camelopardalis)
-
- Kordofan-Giraffe (G. c. antiquorum)
- Nubische Giraffe (G. c. camelopardalis)
- Westafrikanische Giraffe (G. c. Peralta)
- Netzgiraffe (Giraffa reticulata)
- Südliche Giraffe (Giraffa giraffa)
- Girafe angolaise (G.g. angolensis)
- Girafe sud-africaine (G.g. giraffa)





