Die Fortpflanzungszeit erstreckt sich auf April und Mai; in dieser Zeit suchen die Weibchen und Männchen nach potenziellen Partnern: gleiche Größe, gleiches Alter… Diese Suche wird durch die von den Analdrüsen abgegebenen Pheromone erleichtert.
Es kommt zu Kämpfen zwischen den Männchen, um das Territorium und das jeweilige Weibchen zu bestimmen. Der Kampf besteht darin, das Maul zu öffnen und sich nach oben zu schleudern, während man so laut wie möglich unter Zuhilfenahme von Zischen vokalisiert.
Anschließend wird im Juni und Juli das Nest gebaut, und das Weibchen legt gewöhnlich nachts die Eier. Das Nest besteht aus Vegetation und Torf und befindet sich 3 bis 5 Meter vom Wasserufer entfernt. Das Weibchen legt zwischen 30 und 50 weißliche Eier, oval geformt und misst 4 x 18 Zentimeter. Das Weibchen schützt ihr Nest und die Eier vor Raubtieren wie Waschbären oder Bären beispielsweise.
Das Geschlecht des Jungtiers wird durch die Temperatur bestimmt, bei der das Ei während der Zeit zwischen dem 25. und dem 30. Tag nach der Eiablage ausgebrütet wird. Eine Temperatur von 31°C oder weniger ergibt ein Weibchen, während eine Temperatur von 33°C oder mehr ein Männchen ergibt. Liegt die Temperatur bei 32°C, beträgt das Geschlechterverhältnis 50% Männchen und 50% Weibchen.
Die Brutdauer beträgt etwa 60 Tage, und das Jungtier bricht die Schale mit einem „Diamanten“ auf, einer spitzen, modifizierten Schuppe am Kopf. Die Kleinen schlüpfen Ende August oder Anfang September.
Die Jungtiere geben schrille Laute von sich, während sie noch unter der Erde sind. Diese Lautäußerungen veranlassen das Weibchen zudem, das Nest auszugraben, um ihren Jungen beim Schlüpfen zu helfen. Sie benutzt dazu ihre Pfoten oder Zähne, um die Neugeborenen aus der Schale zu befreien. Dann nimmt sie sie vorsichtig mit ihrem Kiefer auf, um sie sicher in seichtes Wasser zu bringen.
Bei der Geburt messen die Jungtiere im Durchschnitt 23 Zentimeter Länge, wiegen 65 Gramm und haben eine schwarze, gelb gestreifte Färbung. In den ersten Tagen ihres Lebens entnehmen die Kleinen Energie aus dem noch im Bauch vorhandenen Dotter. Die Jungen bleiben bis zu 9 – 12 Monate bei der Mutter, in manchen Fällen können sie sogar mit ihr gemeinsam überwintern.
Männchen und Weibchen wachsen bis zu einer Größe von 1 Meter etwa gleich schnell, danach wächst das Weibchen langsamer als das Männchen, was den Größenunterschied der beiden Geschlechter erklärt.
Weibchen wachsen bis zu 45 Jahre lang und erreichen etwa 2,75 Meter, während Männchen mit etwa 3,65 Metern aufhören zu wachsen. Studien haben gezeigt, dass nur 10% der Jungtiere das Erwachsenenalter erreichen.
Die Geschlechtsreife wird bei einer Größe von 1,80 Metern erreicht, also im Alter von etwa 10–20 Jahren, und die durchschnittliche Lebensdauer beträgt 50 Jahre.