Psittacus erithacus

Graupapagei

Ordnung: Psittaciformes / Familie: Psittacidae / Gattung: Psittacus

Was ist ein Graupapagei?

Der Graupapagei aus Gabun ist leicht an seinem Gefieder mit dem abgestuften Grau und den roten Schwanzfedern zu erkennen. Die gelben Augen sind von einer nackten weißen Haut umgeben. Sein Schnabel ist schwarz.

Dieser Papagei wird häufig mit dem Timneh-Papagei verwechselt. Einige Details ermöglichen jedoch eine einfache Unterscheidung. Das Gefieder seines Körpers sowie seines Schwanzes ist dunkler als das des Graupapageis aus Gabun, zudem ist der obere Teil des Schnabels rötlich mit einer schwarzen Spitze.

Gewicht

400-450 g

Lebensraum

Tropischer Regenwald

Ernährung

Pflanzenfresser

Trächtigkeit

30 Tage

Lebenserwartung

Ungefähr 30 (bis zu 50+ in Gefangenschaft)

Lebenserwartung

12-17 Jahre

Standort

Zentralafrika: von der Elfenbeinküste bis Kenia
Häufig gestellte Fragen

Wo lebt der Graupapagei?

Der Graupapagei aus Gabun lebt hauptsächlich in den feuchten Wäldern Zentralafrikas von der Elfenbeinküste bis nach Kenia und kann in Höhenlagen von bis zu 2.200 m beobachtet werden. Er bevorzugt auch den Waldrand, buschige Savannen, Mangroven und landwirtschaftlich genutzte Flächen. Zum Sitzen sucht er sich bevorzugt Bäume, die über einem Flusslauf oder Waldinseln in einem Strom wachsen.

Was frisst er?

Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus Früchten und Samen, aber er kann sich auch Blumen, Blättern oder Rinde zuwenden. Sein Fruchtkonsum konzentriert sich vor allem auf die Früchte der Ölpalmen, die er besonders schätzt.

Verhalten

In freier Wildbahn sind diese Vögel eher scheu und suchen keinen Kontakt zum Menschen.

Besonders gesellig unter Artgenossen leben sie in Gruppen von etwa zehn Individuen. Die Gruppen bestehen aus lebenslang treuen Paaren sowie deren Jungtieren; jede Familie bewohnt einen einzigen Baum. Es handelt sich um gesellige Vögel, doch einige Populationen in Westafrika wandern je nach Jahreszeit, zum Beispiel um zu trockenen Gebieten zu entkommen.

Der Graupapagei ist ein Tier mit sehr ausgeprägten kognitiven Fähigkeiten und verfügt über ein breites Spektrum an Lautäußerungen. Wissenschaftler schätzen, dass die am weitesten entwickelten Individuen ein kognitives Vermögen eines vierjährigen Kindes besitzen. In der Natur sind sie in der Lage, giftige von ungiftigen Pflanzen zu unterscheiden, ihr Territorium zu verteidigen oder auch eine komplexe Kommunikation innerhalb ihrer Gruppe zu verwenden. Die Alarmrufe variieren zum Beispiel je nach Gefahrenstufe und sind so gestaltet, dass die Information jedes Gruppenmitglied erreicht. Andere Lautäußerungen, zum Beispiel Kontaktrufe, stärken den Zusammenhalt innerhalb der Kolonie und ermöglichen die Identifizierung und das Auffinden der verschiedenen Koloniemitglieder.

Ein Papagei namens Alex wurde viele Jahre lang untersucht. Die Wissenschaftler, die mit ihm arbeiteten, stellten fest, dass er unter anderem in der Lage war, 50 Objekte, 7 Farben und 5 Formen zu unterscheiden.

Fortpflanzungsstrategie

In der Regel findet ein Graupapagei zwischen 3 und 5 Jahren einen Partner fürs Leben. Bis heute gibt es nur sehr wenige Informationen darüber, wie Männchen und Weibchen ihren Partner auswählen. Es wurden lediglich Flugparaden in der Nähe des Nests sowie Männchen, die Weibchen zur Verführung füttern, beobachtet.

Während der Fortpflanzungszeit leben die Graupapageien in lockeren Kolonien, wobei sich jedes Paar absondert und einen anderen Baum zum Nisten wählt. Sie bauen ihr Nest in einer Baumhöhle und nutzen gelegentlich verlassene Nester anderer Arten wieder. Die Brutzeiten variieren je nach Region, aber alle Paare brüten üblicherweise ein- bis zweimal im Jahr mit 2 bis 5 Eiern pro Gelege. Das Weibchen brütet allein und wird vom Männchen vollständig gefüttert. Nach 30 Tagen Brutzeit kümmern sich beide Eltern um das Küken, bis es selbstständig ist.

Die Jungvögel einer Kolonie sammeln sich in speziellen Bäumen, die als „Kinderstuben“ dienen und ihnen erlauben, mit anderen Vögeln im gleichen Alter zu interagieren. Alle Mitglieder der Gruppe beteiligen sich an der Erziehung der Jüngeren. Sie werden im Alter zwischen 3 und 5 Jahren geschlechtsreif.

Was sind seine Fressfeinde?

Da seine bevorzugte Nahrung die Frucht der Ölpalme ist, wird der Graupapagei aus Gabun regelmäßig vom Palmgeier belästigt und sogar gejagt, mit dem er sich diese Speise teilen muss. Wenn die Graupapageien am Boden fressen, sind sie Angriffen von Bodenräubern wie bestimmten Primaten ausgesetzt. Letztere greifen auch die Jungtiere an oder stehlen direkt die Eier aus den Nestern.

Wodurch ist er bedroht?

Die IUCN stuft den Graupapagei aus Gabun als vom Aussterben bedroht ein, da viele Bedrohungen auf ihn lasten.

Seit vielen Jahren ist er eine Schlüsselspezies unter den sogenannten neuen Haustieren. Seine Fähigkeit, menschliche Wörter und Sätze zu imitieren, hat die Menschen schon immer amüsiert und fasziniert. Leider hat diese Begeisterung für den Graupapagei zu einem echten Handel geführt. Über 1,3 Millionen Individuen wurden zwischen 1982 und 2014 in Afrika gefangen. Mit einer Sterblichkeitsrate von 30 bis über 60 %, noch bevor die Tiere ihr Ziel erreichen. Neben dem Tierhandel wird er auch wegen seines Fleisches gejagt sowie wegen seiner Federn oder Pfoten für die traditionelle Medizin. Außerdem wirkt sich die Abholzung zur Holznutzung und für den Ackerbau stark auf die Populationen aus.

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