Capra aegagrus hircus

Zwergziege

Ordnung: Cetartiodactyla / Familie: Bovidae / Gattung: Capra

Was ist eine Zwergziege?

Die Ziege gehört zur Familie der Boviden wie Kühe, Bisons oder auch Antilopen. Die Gattung Capra umfasst 9 Arten, darunter Wildziegen und Steinböcke. Die Ziege wurde vor etwa 10.500 Jahren aus der Wildziege, Capra aegagrus, domestiziert. Heute gibt es weltweit mehr als hundert Ziegenrassen.

Ziegen sind Tiere mit zwei Hörnern, zweigespalteten Hufen und einem kurzen Schwanz.

Unabhängig von Art oder Rasse gibt es bei Ziegen einen Sexualdimorphismus, das heißt, man kann ein Männchen leicht von einem Weibchen unterscheiden. Der Bock ist kräftiger, hat stärker ausgeprägte Hörner, trägt einen langen Kinnbart und vor allem verströmt er einen starken Geruch. Dieser Geruch stimuliert die Eierstockaktivität der Ziegen, die sich bevorzugt mit den Männchen paaren, die am stärksten riechen.

Gewicht

15-30kg

Lebensraum

Haustier: Gebirge, Ebene

Ernährung

Pflanzenfresser

Trächtigkeit

150 Tage

Lebenserwartung

15 Jahre

Lebenserwartung

12-17 Jahre

Standort

Häufig gestellte Fragen

Wo lebt die Zwergziege?

Der wilde Vorfahre der Hausziegen ist die Bezoarziege. Sie stammt aus Zentralasien und es ist möglich, sie heute noch in den Gebirgen von Griechenland bis Pakistan zu beobachten.

Hausziegen sind Tiere, die nur in Gefangenschaft leben.

Was frisst sie?

Ziegen sind pflanzenfressende Wiederkäuer und schätzen eine große Auswahl an Futter.

Wie Kühe oder auch Giraffen besitzen sie vier Mägen, die Bakterien enthalten, die Zellulose fermentieren können – den Hauptbestandteil von Gras. Nachdem sie die Nahrung zum ersten Mal gekaut haben, wird diese in einen ihrer Mägen geschickt, um später wieder in den Mund zurückgebracht zu werden. Dann wird sie erneut gekaut und noch feiner zerkleinert, um die Verdauung der Zellulose zu verbessern.

Fortpflanzungsstrategie

Ziegen sind tendenziell polygyn, wobei sich ein dominantes Männchen mit mehreren Weibchen paart.

Die Trächtigkeit dauert 150 Tage und die jungen Zicklein werden im Alter von etwa 3 Monaten entwöhnt.

Verhalten

Die Ziege ist ein soziales Tier, das in Gruppen lebt. Sie kann ein Verhalten an den Tag legen, das als schelmisch oder sogar stur gilt. Sie verfügt über eine ausgeprägte kognitive Fähigkeit und kann in Gefangenschaft Probleme bereiten, da sie nicht zögert, Türen zu öffnen. Doch diese Tiere sind auch zu einer starken Bindung zu den Menschen fähig, die sich um sie kümmern.

Ihr Sichtfeld ist zudem an ihre Lebensweise als Beutetier angepasst. Ihre Netzhaut ist horizontal ausgerichtet und rechteckig geformt, sodass sie weit und breit sehen können. Beim Grasen können die Augen in der Augenhöhle so bewegt werden, dass sie sowohl das Futter am Boden als auch den Horizont im Blick behalten, um eine potenzielle Annäherung von Raubtieren zu überwachen. Dank der seitlichen Anordnung ihrer Augen beträgt ihr Panoramablickfeld 330 Grad.

Rasse oder Art?

Oft werden die Begriffe „Rasse“ und „Art“ ohne Unterschied verwendet. In Wirklichkeit sind sie sehr spezifisch und bezeichnen nicht dasselbe. Man spricht von einer Art, um Tiere zu benennen, die aus der natürlichen Selektion hervorgegangen sind. Alle Wildtiere sind also Arten. Die Individuen einer Art können sich untereinander fortpflanzen und fruchtbare Nachkommen zeugen.

Zum Beispiel bezeichnet der Name Wolf eine Art. Jede Wolfspopulation ist an ihren Lebensraum angepasst und unterscheidet sich daher von den anderen Populationen. Sie sind Unterarten, können sich aber dennoch miteinander fortpflanzen.

Das Wort „Rasse“ bezeichnet Tiere, die aus einer künstlichen, vom Menschen durchgeführten Zucht aus einer Art stammen. Die Hunderassen wurden aus dem Wolf gezüchtet. Es handelt sich also um dieselbe Art. So können sich alle Hunde miteinander sowie mit Wölfen fortpflanzen.

Die Rasse der Zwergziege stammt ursprünglich aus Westafrika und Tibet. Diese Ziegen zeichnen sich durch ihre geringe Größe aus. Durch aufeinanderfolgende Züchtungen wurden Tiere mit kleiner Statur ausgewählt, die besser an die schwierigen Lebensbedingungen dieser Regionen angepasst sind: wenig Nahrung, Klima …

Nach ihrer Ankunft in Europa wurden diese Ziegen gekreuzt, um die Rassen zu erhalten, die heute in vielen Tierparks und bei Privatpersonen zu finden sind. Sie werden wegen ihrer Haut, Milch oder ihrem Fleisch gehalten, sind aber auch als Haustier sehr beliebt.

Weitere Tiere entdecken