Felis margarita

Sandkatze

Ordnung: Carnivora / Familie: Felidae / Gattung: Felis

Was ist eine Sandkatze?

Er ist eine der kleinsten Katzenarten der Welt. Als nachtaktiver Jäger hat er große, dreieckige Ohren und ein überentwickeltes Gehör, das es ihm ermöglicht, seine Beute im Dunkeln aufzuspüren. Sie helfen ihm auch, Wärme schnell abzugeben.

Nachts schützt ihn sein Fell vor der Kälte, tagsüber. Er besitzt schwarze, steife Haare an den Ballen, die vor möglichen Verbrennungen durch den heißen Sand schützen. Er wiegt zwischen 1,5 und 3,5 kg. Sein Fell variiert von gelb-braun bis grau mit schwarzen Streifen an den Beinen. Dadurch kann er sich perfekt in der Wüstenumgebung tarnen, in der er lebt. Sein Körper misst zwischen 47 und 59 cm mit einem Schwanz von 27 bis 35 cm. Seine kleinen Pfoten verleihen ihm ein niedriges Profil, was in einem Lebensraum mit wenig Vegetation praktisch ist.

Es gibt zahlreiche Unterarten, die geografisch recht weit voneinander entfernt sind. Die Populationen im Westen sind größer als die im Osten.

Sein nächster Verwandter ist die Wildkatze (Felis silvestris), daher die Ähnlichkeit mit Hauskatzen.

Gewicht

1,5–3,4 kg

Lebensraum

Wüste

Ernährung

Fleischfresser

Trächtigkeit

56–66 Tage

Lebenserwartung

10–13 Jahre

Lebenserwartung

12-17 Jahre

Standort

Algerien, Ägypten, Iran, Irak, Jordanien, Kasachstan, Kuwait, Mali, Mauretanien, Niger, Oman, Saudi-Arabien, Sudan, Syrien, Tschad, Turkmenistan, Vereinigte Arabische Emirate, Usbekistan, Westsahara, Israel, Pakistan, Jemen.
Häufig gestellte Fragen

Wo lebt die Sandkatze?

Die Sandkatze, auch Wüstentkatze oder Margueritte-Katze genannt, wurde erst 1858 entdeckt. Sie lebt in der Sahara-Wüste in Marokko, Algerien und Niger sowie auf der Arabischen Halbinsel. Sie kommt auch in Zentralasien vom Iran bis nach Kasachstan vor.

Sie bevorzugt steinige und sandige Wüstengebiete sowie spärliche Vegetation, man spricht daher von einer psammophilen Art. Sie sind in der Lage, extremen Bedingungen zu trotzen, denn es ist nicht ungewöhnlich, dass die Temperatur tagsüber auf 51°C steigt und nachts auf -0,5°C sinkt.

Fortpflanzungsstrategie

Sandkatzen sind polyoestrisch, das heißt, der Eisprung bei dem Weibchen wird durch die Paarung ausgelöst und der Prozess kann mit anderen Männchen wiederholt werden. Sie sind Einzelgänger. Sie treffen sich nur zur Fortpflanzung. Die Fortpflanzungszeit hängt vom Klima und den Nahrungsressourcen ab: Die Populationen in der Sahara-Wüste vermehren sich von Januar bis April, während die in Zentralasien von April bis Oktober fortpflanzen. Nach 59 bis 63 Tagen Tragzeit bringt das Weibchen 1 bis 8 Junge zur Welt, im Durchschnitt 4 bis 5. Die Jungen werden blind geboren, sie sind sehr klein und wiegen ungefähr 70 Gramm. Sie öffnen ihre Augen nach etwa 2 Wochen. Die Jungen werden zwischen 6 und 8 Monaten selbständig und mit 3 Jahren geschlechtsreif.

Trotz einer hohen Jungtiersterblichkeit können Sandkatzen 13 Jahre alt werden.

Was frisst er?

Sandkatzen sind Fleischfresser und jagen eine große Bandbreite an Beutetieren. Die Wüste bietet sehr wenig Wasser, daher begnügen sie sich mit dem Wasser, das in den Beutetieren enthalten ist, die sie fressen, wie Spinnen, Vögel, Reptilien oder kleine Säugetiere. Sie gelten als sehr gute Schlangenjäger und greifen sogar giftige Vipern an.

Verhalten

Sandkatzen sind Einzelgänger und nachtaktiv. Sie sind besonders selten und schwer zu beobachten, weshalb der genaue Bestand in freier Wildbahn nur schwer bestimmbar ist. Die ersten Aufnahmen von Sandkatzen in freier Natur gelangen erst 2017, teilweise sogar mit mehreren Jungtieren! Es handelt sich um eine noch relativ unbekannte Art. Ihr genaues Verbreitungsgebiet ist noch nicht abschließend bekannt. Sandkatzen sind keine guten Kletterer, dafür aber ausgezeichnete Gräber. Sie nutzen ihre Grabfähigkeiten, um sich abzukühlen und den hohen Temperaturen zu entkommen. Die gegrabenen Baue werden von mehreren Katzen genutzt, jedoch nie gleichzeitig.

Wer sind seine Fressfeinde?

Die Sandkatze hat mehrere Fressfeinde wie den Fuchs, Greifvögel, den Karakal oder den Schakal. Um sich zu schützen, kann sie Zuflucht in ihrem Bau suchen.

Wodurch ist er bedroht?

Das Sandkatze litt unter einem „niedlichen“ Image und war Anfang der 1960er Jahre Opfer eines illegalen Handels. Damals wurden die Bedürfnisse der Tiere nicht erfüllt und viele Katzen starben. Heute stellt die fortschreitende Wüstenbildung die größte Bedrohung dar, da sie die Beutetiere der Sandkatze verringert. Die Einführung von Haustieren wie Hund oder Katze führt zu Problemen von Konkurrenz und Krankheitsübertragung.

Die Sandkatze ist zwar nicht bedroht, jedoch ist es schwierig, ihre Populationen zu erfassen, und verschiedene Gefahren wiegen weiterhin auf der Art. Dazu zählen die Zerstörung ihres Lebensraums durch den Menschen sowie die Einschleppung von Hauskatzen und -hunden. Diese sind nicht nur Krankheitsquellen, sondern konkurrieren auch mit der Sandkatze, die einen Rückgang ihrer Beutetiere erfährt. Dennoch scheint sich diese kleine Katze besser an menschliche Aktivitäten anzupassen als andere Arten.

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