Python regius

Königspython

Ordnung: Squamata / Familie: Boidae / Gattung: Python

Beschreibung

Trotz seines Namens misst dieser Python im Erwachsenenalter nur zwischen 1 und 1,50 Meter. Er ist leicht an seiner Zeichnung zu erkennen, die zwischen cremefarbenen und braunen Flecken wechselt. Der Scheitel seines dreieckigen Kopfes ist schwarz, oft befindet sich darunter ein gelber Streifen, der von den Nasenlöchern bis zum Hals reicht. Die Schuppen am Bauch sind elfenbeinweiß. Im Erwachsenenalter sind die Weibchen die größeren Tiere.

Gewicht

3 kg

Lebensraum

Wälder, Wiesen und Landwirtschaftsflächen

Ernährung

Fleischfresser

Trächtigkeit

80 bis 120 Tage

Lebenserwartung

30 Jahre

Lebenserwartung

12-17 Jahre

Standort

Nordwesten und Mitte des subsaharischen Afrikas
Häufig gestellte Fragen

Lebensraum

Königspythons sind Schlangen, die aus den Graslandschaften, Savannen und offenen Wäldern des nordwestlichen und zentralen Subsahara-Afrikas stammen. Sie passen sich leicht an verschiedene Klimazonen an, egal ob trocken oder feucht.

Wie alt wird der Königspython?

Ihre Lebenserwartung beträgt etwa 10 Jahre für ein Exemplar in freier Wildbahn und 20 Jahre in Gefangenschaft; die Altersrekorde übersteigen 40 Jahre.

Was frisst er?

Als Fleischfresser wie alle Schlangen verlässt sich der Königspython auf Geruchs- und visuelle Signale, um seine Beute zu erkennen. Anstatt aktiv zu jagen, lauert er im Hinterhalt, um sie zu fangen. Seine Strategie besteht darin zu warten; wenn eine Beute in Reichweite ist, zieht er Kopf und Hals zurück, um schnell zuzuschlagen. Der Königspython produziert kein Gift, er ist ein Würgeschlange: Sobald die Beute gefangengenommen wurde, wickelt er sich um das Tier und drückt zu, um den Blutkreislauf der Beute zu unterbinden, bis die Gehirnfunktion oder das Herz versagt. Anschließend kann der Königspython seine Beute ganz verschlingen, selbst wenn sie größer ist als er selbst. Wie bei allen Schlangen sind die Unter- und Oberkiefer nicht miteinander verwachsen und können sich daher voneinander lösen. Der Königspython jagt hauptsächlich Nagetiere und Vögel. Sie sind daher sehr nützlich für die Regulierung der zahlreichen Nagetierarten, die insbesondere rund um menschliche Siedlungen wie die Gambische Riesenratte, die Hausratte oder die gestreifte Maus stark verbreitet sind. Das Ausmaß dieses Vorteils beläuft sich auf Millionen Dollar pro Jahr.

Lebensweise

Der Königspython hat einen anderen gebräuchlichen Namen, den Kugelpython. Dieser Name stammt von seiner Verteidigungsstrategie: Wenn er sich bedroht fühlt, rollt er sich zu einer Kugel zusammen, wobei sein Kopf in seinen Windungen versteckt ist. Nur Jungtiere beißen zur Verteidigung. Ein adultes Tier kann sich gelegentlich in eine S-förmige Verteidigungsposition bringen und zischen, aber es beißt nur in sehr seltenen Fällen. Diese Verhaltensweise erleichtert die Handhabung, was ihn heute zu einem beliebten und häufig gehaltenen Heimtier (NAC) macht. Diese Schlange lebt und bewegt sich überwiegend am Boden, obwohl sie auch problemlos klettern kann; Männchen zeigen eine tendenziell halb-arboricole Lebensweise, was dazu führt, dass sie öfter Vögel fangen, während Weibchen mehr Säugetiere erbeuten. Nachts aktiv, wird er oft auf kultivierten Feldern angetroffen, wo er seine Beute findet.

Fortpflanzungsstrategie

Der Königspython ist eierlegend und vermehrt sich hauptsächlich während der Regenzeit, von Mitte September bis Mitte November. Das Weibchen legt zwischen 5 und 11 Eier während der Trockenzeit und bebrütet diese dann etwa 2 Monate lang. Das Weibchen ringelt sich um die Eier, um sie zu schützen. Die Eier kleben meist aneinander und lösen sich, wenn das Schlüpfen näher rückt. Die Jungtiere schlüpfen selbstständig, indem sie die Schale durchbrechen. Bei der Geburt messen die Jungtiere 25 bis 45 cm und wiegen 65 bis 100 g. Danach überlässt das Weibchen die Jungtiere sich selbst. Die Geschlechtsreife der Weibchen wird mit 27 bis 31 Monaten erreicht, die der Männchen mit 16 bis 18 Monaten. Das Geschlecht eines Individuums zu erkennen, ist mit bloßem Auge nahezu unmöglich; man muss eine Sonde verwenden. Indem man diese in die Kloake des Tieres einführt, kann man anhand der erreichten Tiefe, ohne zu drücken, das Geschlecht bestimmen: Bei Männchen dringt sie tiefer ein (etwa 9 subkaudale Schuppen), bei Weibchen weniger tief (1 bis 3 subkaudale Schuppen).

Wer sind seine Fressfeinde?

Beobachtungen zur Beutegreifung adulter Königspythons sind selten. Fleischfressende Säugetiere, Greifvögel oder andere Schlangenarten, die sich von dieser Schlange ernähren, greifen eher Jungtiere oder kleine Pythons an.

Wodurch ist er bedroht?

Sein sanftes und ruhiges Wesen macht ihn zu einem bei Liebhabern von neuen Haustieren sehr geschätzten Reptil. Mit der zunehmenden Verbreitung des Königspythons bei Privatpersonen sind viele Variationen in Farben und Mustern entstanden. Achten Sie jedoch auf die Herkunft der Tiere: In einigen intensiven Zuchtbetrieben werden gestresste, empfindliche Schlangen mit einer kürzeren Lebenserwartung produziert. Zurzeit gilt der Königspython als fast bedroht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten, dennoch werden jedes Jahr etwa 30.000 bis 50.000 wilde Königspythons gefangen, um den amerikanischen Handel zu beliefern. Die Art wird außerdem wegen ihres Fleisches und Leders sowie für lokale Bräuche und Traditionen gewildert.

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